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PR Agentur Hannover

Energie-Spezial September 2010 - Der Branchen-Newsletter von Eins A Kommunikation

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

die IAA Nutzfahrzeuge hat ihre Pforten für das Publikum geöffnet. Mit diesem Newsletter „Energie-Spezial“ informieren wir Sie kurz über die aktuellen Trends, die für die Energiewirtschaft interessant sind.

 

Elektro und Erdgas im Rampenlicht

Dass Elektrofahrzeuge von den Herstellern präsentiert werden, war zu erwarten. Erstaunt hat uns jedoch, dass bei jedem bedeutenden Nutzfahrzeug-Hersteller auch Erdgas-Antriebe ein Thema waren. Hier scheint es eine andere Einschätzung und andere Bedürfnisse als im Pkw-Segment zu geben.

 

E-Mobilität weit von Praxistauglichkeit entfernt

Auch wenn viele Modelle nach Serienfahrzeugen aussahen: Elektrofahrzeuge für den gewerblichen Einsatz bewegen sich auf dem Niveau von Studien, Prototypen oder Flottenversuchen. Handverlesene Kunden bekommen Fahrzeuge zu nicht wirtschaftlichen Kosten zur Verfügung gestellt. Selbst die Fahrzeugverkäufer erklärten am Pressetag: Es geht nur ums Image – wirtschaftliche Lösungen sind nicht in Sicht. Grund sind die derzeit noch hohen Kosten für die Batterien. Im Gegensatz zum Pkw spielen Gewicht und Baugröße bei Transportern eine eher untergeordnete Rolle.


Zwar verkaufen Citroen, Peugeot und Renault für gut 40.000 Euro einen Stadtlieferwagen. Hierbei handelt es sich jedoch um Restbestände eines Auftrags für die französische Post. Für den deutschen Markt sind noch knapp 300 Fahrzeuge vorgesehen. Die Fahrzeuge entsprechen dem Citroen Berlingo, sie wurden nachträglich elektrifiziert. Außerdem waren bei Citroen und Renault Schwestermodelle des Mitsubishi I-Miev zu sehen, die ab Anfang 2011 bestellt werden können. In der 3,5-Tonnen-Klasse stellte Renault mit dem Maxity darüber hinaus einen Stadt-LKW vor, der auch für kommunale Dienste interessant sein könnte. Bei Testkunden laufen erste Fahrzeuge, Markteinführung soll 2011 sein.


Ford stellte mit dem Transit Connect Electric einen Stadtlieferwagen vor, der zuerst in Nordamerika verkauft werden soll und danach auch in Europa angeboten wird. Auch hierbei handelt es sich um eine elektrifizierte Variante des mit Benzin- und Dieselmotors angetriebenen Serienfahrzeugs.


Iveco hatte mit dem Electric Daily, der bei DHL eingesetzt wird, das vermutlich praxisnahste Fahrzeug auf dem Stand. Als Prototyp konnte der Lieferwagen schon vor zwei Jahren begutachtet werden. Zehn Fahrzeuge hat nun die Post-Tochter DHL in deutschen Städten im Einsatz.


Eher nach Vorserie sah dagegen der Sprinter E-Cell aus – auch wenn sich Mercedes damit rühmt, dass er vom gleichen Band läuft wie die Benzin- und Dieselvarianten. Handverlesene Kunden in Stuttgart und Berlin werden die 100 Transporter für vier Jahre leasen können.


VW Nutzfahrzeuge schien das Thema E-Mobilität komplett der Firma Ecocraft überlassen zu haben. Die in einem VW-Werk produzierten Transporter und bereits von einigen Stadtwerken eingesetzten Eco-Carrier standen nur wenige Schritte von Caddy, T5, LT und Amarok entfernt.

 

Infrastruktur: Zwei Welten treffen aufeinander

Nicht nur beim Vermarkter von Ladesäulen hörten wir: Für die Ladeinfrastruktur sind die Stadtwerke zuständig. Auf die Frage, wie sich denn bei einem kommunalen EVU die Ladesäulen in ein wirtschaftliches Geschäftsmodell integrieren ließen, blieb es dagegen meist ruhig. „Die Stadtwerke sollten doch mal in den Zukunftsmarkt E-Mobilität investieren, das wäre doch gut fürs Image“, lautete die Zielrichtung, wenn es Antworten gab. Wie schon beim Erdgas?

 

Erdgas als Kraftstoff ist nicht abgeschrieben

Fiat und VW positionieren ihre Stadttransporter mit Erdgasmotor deutlich. Bei Fiat stehen Ducato, Doblo und Fiorino auf einer Bühne – Klima- und Umweltschutz sind deutlich gelabelt. VW wirbt dagegen beim Caddy Maxi mit über 700 Kilometern Reichweite. Bei Mercedes steht der neue Flüssiggas-Sprinter auf dem Stand deutlich vor dem Erdgas-Sprinter – Zufall?


Bei den schweren Lkw setzen die Hersteller besonders für den innerstädtischen Verkehr auf Erdgas. Neue Motoren gab’s bei Scania und MAN, aber auch Mercedes hatte einen Erdgas-Econic auf dem Stand. Herausragend ist der Methan-Diesel von Volvo: Die Schweden verbrennen Erdgas im Dieselmotor – der Lkw ist für den Überlandverkehr vorgesehen. Um die notwendigen Reichweiten realisieren zu können, wird LNG getankt. Entsprechende Tankstellennetze gibt es in Skandinavien, Großbritannien und den Niederlanden; hier werden die neuen Fahrzeuge 2011 in den Markt eingeführt.


Die neuen EU6-Grenzwerte, die ab 2013 die Branche betreffen werden, sowie die regionalen Einschränkungen für Diesel-Lkw lassen die Hersteller schwerer Laster weiterhin mit Erdgas-Antrieben arbeiten.

 

Erdgas ist out

Moderne Fahrzeuge fahren mit Biogas oder mit Methan – zumindest vermittelt dies die Werbung auf den Messeständen. Sicherlich auch ein Zeichen, warum die Hersteller an Erdgas-Fahrzeugen fest halten. Und eventuell auch ein Weg für Stadtwerke.



Soweit der kurze Überblick von der IAA-Nutzfahrzeuge. Sie möchten etwas über aktuelle Projekte von Eins A Kommunikation erfahren? Dann schauen Sie unter www.eins-a-kommunikation.de vorbei, folgen uns auf Twitter und Facebook (www.1a-komm.de) oder vereinbaren Sie einen Termin mit uns.
Wir sind für Sie da!

Jens Voshage
Geschäftsführer
Eins A Kommunikation
Agentur für Beratung und Umsetzung GmbH
Telefon (0511) 35 73 00-20

 

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Redaktion: Christiane Bischoff, Heike Köhn, Jens Voshage, Thorsten Windus-Dörr

 

 

 

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