

Early Bird
Agenturrundbrief Eins A Kommunikation GmbH
Nr.827 /50.KW/ 10. Dezember 2025
Editorial
Die Medienbranche erlebt einen historischen Umbruch zwischen Machtkonzentration, politischem Druck und kulturellem Wandel: Massiver Stellenabbau bei RTL, Reformen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, durch wachsende Plattformregulierung geraten Strukturen, Verantwortlichkeiten und Geschäftsmodelle unter Druck.
Australien verbietet Social Media für unter 16-Jährige – Plattformen müssen Millionen Accounts löschen, Kritiker warnen vor Zensur und Kontrolllücken. Netflix würde durch die Warner-Übernahme zum globalen Unterhaltungsriesen, während die Pressefreiheit in den USA unter Beschuss gerät – und mit Thomas Gottschalk endet ein symbolträchtiges Kapitel deutscher TV-Geschichte, das mediale Lagerfeuer.
Auch bei der „Bild“ gibt es einen Umbruch: Martenstein folgt auf Wagner. Und wir haben weitere gute Nachrichten: Unser Universum ist keine Simulation, Amazon scheitert mit KI-Synchronisation, Google-Suchanalyse zeigt, dass die Menschen nach wie vor an Politik interessiert sind…
Dies ist der letzte early bird für dieses Jahr. Wir verabschieden uns in die Winterpause, Batterien aufladen, weniger Smartphone, Computer und Social Media, dafür eher Bücher. Keine Termine, mehr (Nach)Denken. Am 7. Januar meldet sich der early bird dann noch besser, noch klarer, noch frischer zurück. Wir wünschen allen geruhsame Festtage und einen nicht rutschigen Übergang ins neue Jahr.
Thorsten Windus-Dörr
Blick auf unseren Kalender

Neues aus der (Medien)Welt: Digital- Media- und Kommunikationsgezwitscher
Wir und das Universum sind keine Simulation
Zunächst mal die gute Nachricht zu Weihnachten: Ein Forschungsteam der University of British Columbia Okanagan hat die sogenannte Simulationsthese untersucht und mit mathematischer Präzision entkräftet. Die Physiker kommen zu dem Schluss, dass das Universum kein Computerprogramm ist. Es besitzt Strukturen, die sich keinem Algorithmus unterordnen. (hg). Zum Artikel in der Frankfurter Rundschau:
ESC – von wegen nicht politisch
Eine Beteiligung Irlands am ESC sei "angesichts des entsetzlichen Verlusts von Menschenleben in Gaza und der humanitären Krise dort" unzumutbar, teilte der Präsident des spanischen Senders RTVE, José Pablo López mit, die Entscheidung zur Teilnahme Israels bestätigte, dass es sich nicht um einen Musikwettbewerb handele, sondern um ein Festival, das von geopolitischen Interessen dominiert werde.
Die übertragenden Sender mehrerer Länder um die Schwergewichte Spanien und Irland kündigten wegen Israels Vorgehen im Gaza-Krieg einen Boykott an. Mehr in Horizont:
Amazon Prime lässt KI synchronisieren
Viele Künstler:innen befürchten, dass KI ihnen langfristig die Arbeit wegnehmen könnte – Synchronsprecherinnen und -sprecher bilden dabei keine Ausnahme. Wie ein aktueller Fall von Amazon Prime Video zeigt, ist diese Sorge nicht ganz unbegründet. Der Streaming-Dienst hat die englischen Synchronfassungen beliebter Anime-Serien wie Banana Fish oder No Game, No Life mithilfe von KI generieren lassen. Die KI-Synchronisation klang generisch, emotionslos und teilweise roboterhaft. Der sprachliche Ausdruck passte kaum zu den Szenen und einige Passagen wirkten sogar leicht verzerrt. Ausführlich auf t3n:
Google-Suche: Xatar und Labubu unter den Top Ten
Bundestagswahl, Handball-WM und Fußball-EM der Frauen: Politische Themen und sportliche Großereignisse haben dieses Jahr auch die Internetsuche von Millionen Nutzern in Deutschland bestimmt. "Bundestagswahl" verzeichnete 2025 den höchsten Anstieg bei den Google-Suchanfragen, wie das Unternehmen bekanntgab. Ebenfalls in die Top Ten der Suchdaten schafften es "Laura Dahlmeier", der Rapper "Xatar" und das Plüschpüppchen "Labubu".
Martenstein beerbt Wagner
Harald Martenstein wird ab Februar 2026 Nachfolger des im Oktober gestorbenen Kolumnisten Franz Josef Wagner bei der „Bild“. Er übernimmt die Kolumne "Post von Wagner" und führt sie unter dem Titel "Mail von Martenstein" weiter, wie die Zeitung mitteilte. Der journalist, Kolumnist und Schriftsteller Martenstein hat bereits Kolumnen im „Zeit-Magazin“ und in der „Welt“.
PR-Journal testet Weihnachtsvideos
„Wir sehen große Gefühle in den klassischen Konstellationen in Familie, Beziehung und Freundschaft. Positiv gesprochen: Es findet eine Besinnung auf die Menschen statt, eine Entdramatisierung des Weihnachtsnarrativs durch herzerwärmende kleine Geschichten. Kritisch betrachtet fehlt der Mut für kreative und aufrüttelnde Themen, guten Humor und auch gesellschaftspolitische Haltungsbotschaften.“ Die Weihnachtsvideos im Einzelnen:
Aus der Arbeitswelt
Wie Medien arbeiten – und was sie von PR erwarten
News aktuell Umfrage: Diese Dynamik verändert auch die Zusammenarbeit mit Pressestellen und Agenturen. Wer erfolgreich kommunizieren will, muss verstehen, wie Redaktionen heute arbeiten – und was sie von den Unternehmen brauchen:
? Wie recherchieren Medienschaffende und welche Materialien nutzen sie?
? Welche Rolle spielt Social Media?
? Was hilft – und was nicht – bei der Zusammenarbeit mit Pressestellen und PR-Agenturen?
? Vor welchen Herausforderungen steht der Journalismus?
? Wie verändert KI den journalistischen Alltag?
Mehr dazu im Video:
Aus unseren Projekten / Auf unserem Blog
Strapazierte Begriffe: Brauchen wir ein neues Narrativ zum Thema Nachhaltigkeit?
Der Begriff „Nachhaltigkeit“ hat sich in den letzten Jahren stark abgenutzt und bei vielen Menschen sogar ins Negative gekehrt, sie verbinden damit nichts Positives oder Wichtiges, sondern sind genervt, sehen nur Probleme. In der Septemberausgabe der Zeitschrift journalist/journalistin wurde dieses Thema ausführlich diskutiert. Wir halten ein paar Thesen fest.
Best practize, bei unseren Kunden abgeguckt
Cortility fünf Jahre in Folge Top Comepany bei Kununu
„Homeoffice, Parkplatz, flexible Arbeitszeiten daher Familie und Beruf vereinbar
Besser geht nicht - ob Urlaub sparen für ne lange Weltreise oder die Arbeitszeiten selbst einteilen ist alles möglich“… „Das Vorgesetzten Prinzip der "offenen Tür" wird gelebt“, das sind nur zwei der Beurteilungen für unseren langjährigen Kunden Cortility aus Ettlingen bei Karlsruhe.
Zur Kununu-Bewertung:
Gossip oder: Kaum zu glauben, aber (leider) wahr
+++ Auf einer seit wenigen Tagen zugänglichen Website listet das Weiße Haus die »Media Offender of the Week« auf, übersetzt etwa »Mediensünder der Woche«: Medien und einzelne Reporterinnen und Reporter, die angeblich wissentlich falsch über die US-Regierung unter Donald Trump berichten sollen. Dabei versucht die Website auch, ihre eigene Interpretation als »Wahrheit« darzustellen. Präsident Trump fiel zuletzt verstärkt mit persönlichen Beleidigungen von Journalisten und Reportern auf, wenn diese ihm kritische Fragen gestellt haben. So nannte er eine Journalistin jüngst »Schweinchen«, eine andere beschimpfte er als »drittklassige Reporterin, die sowohl innerlich als auch äußerlich hässlich ist«. www.zeit.de/politik/ausland/2025-12/usa-weisses-haus-medien-webseite-kritik +++ Donald Trump setzt seinen eigenen Geburtstag über den des schwarzen Bürgerrechtlers Martin Luther King, zumindest was den Eintritt in die Nationalparks der USA angeht. Dort erhalten Besucher künftig am Ehrentag Trumps freien Eintritt. Nicht mehr am Gedenktag des 1968 ermordeten Friedens- und Freiheitsaktivisten. +++ „Donald Trump lässt nicht davon ab, Washington nach seinem Geschmack umzubauen. Jüngst präsentierte der US-Präsident Pläne für einen Triumphbogen in der Hauptstadt. Wer soll hier gefeiert werden?“ Nicolas Bernau ordnet die Bautypologie auf der Architektenwebsite „Baunetz“ historisch ein: (hg)
www.baunetz.de/mobil/meldung.html +++ Die Drohung der Woche kommt aber nicht aus den USA sondern von Thomas Gottschalk: »I’ll be back!« +++
Das Letzte
Der gute Demokrat hasst nicht.
Gabor Steingart
Bleib wach.
Bleib echt.
Bleib rebellisch.
Peter Kreuz
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