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Early Bird

Agenturnewsletter Eins A Kommunikation GmbH
Nr.770/23.KW 05. VI´24

Letzte Woche im Zeitraffer

+++ Fast 13.000 Menschen ohne feste Bleibe sind aus dem Großraum Paris weggebracht worden, damit sie während der Olympischen Spiele nicht im Stadtbild stören. +++ Die russischen Verluste waren im Mai laut dem britischen Geheimdienst so groß wie nie seit Beginn der Invasion. +++ Die Lage in Süddeutschland ist nach der Hochwasserkatastrophe weiter kritisch. +++ Das Treibhausgas-Minderungsziel für 2030 wird verfehlt, so der Bericht des Expertenrats für Klimafragen. Deutschland ist beim Klimaschutz also nicht auf Kurs. +++ Der Reisekonzern FTI mit Sitz in München hat beim dortigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt. Davon könnten kurz vor den Sommerferien viele Reisen betroffen sein. +++ Island hat eine neue Präsidentin: Halla Tómasdóttir ist als zweite Frau überhaupt ins Amt gewählt worden. +++ Auch Mexiko hat zum ersten Mal eine Frau ins Präsidentenamt gewählt: Claudia Sheinbaum, die für die Regierungspartei antrat. +++ Geburtstage, die uns begeistern: Donald Duck wird 90 Jahre alt. +++

Editorial

Foto: Wth

Aus gegebenem Anlass geht es bei uns diese Woche ganz viel um Fußball. Auch um die leidige Hautfarbenumfrage in der Nationalmannschaft, die der WDR gemacht hat. Ich finde es aber ungerecht, dass der WDR dafür angegriffen wird, denn die Ergebnisse sind eigentlich eher peinlich für unser Land. Interessant finde ich auch, dass es jetzt möglich ist, dass ein Rüstungskonzern Fußballsponsor wird. Sorgen macht mir allerdings der eklatante Fake-Angriff der Russen auf die polnische Presseagentur.

Thorsten Windus-Dörr

Neues aus der (Medien)Welt

Russische Fake-News vor der Europawahl

Eine irritierende Nachricht lief letzte Woche über den Ticker der polnischen Presseagentur PAP, die hierzulande mit der dpa vergleichbar ist. Die Polska Agencja Prasowa berichtete während eines informellen Treffens der NATO-Außenminister in Prag und den dortigen Debatten über ein weiteres Ukraine-Paket, der polnische Ministerpräsidenten Donald Tusk würde am 1. Juli eine teilweise militärische Mobilmachung ankündigen. „Zweihunderttausend polnische Bürger, sowohl ehemalige Militärangehörige als auch normale Zivilisten, werden zum Wehrdienst einberufen", hieß es in dem Artikel. Dabei handle es sich um Fake-News aus Russland mit der Absicht der Destabilisierung am Vorabend der Europawahl.

https://www.heise.de/news/Ukraine-Krieg

Unternehmens-Schließungs-Zahlen

2023 wurden in Deutschland 176.000 Unternehmen geschlossen, 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Zwar gab es Schließungen über alle Branchen hinweg, besonders betroffen sind jedoch die Industrie und Baubranche, auch in Forschungsintensiven Branchen mussten 12,3 Prozent mehr Unternehmen schließen als 2022.
(Quelle: Schließungsreport 2023 von ZEW, Creditreform)

Digital-Media- und Kommunikationsgezwitscher

Rüstungskonzern Rheinmetall wird Borussia Dortmunds Sponsor
Foto: Pixabay

Interessant an dieser Meldung ist für uns Kommunikatoren, wie sich durch politische Entwicklungen das Image eines Unternehmens wandeln kann. Vor dem Ukrainekrieg wäre eine Kooperation zwischen einem Bundesligaverein und einem Rüstungskonzern nicht denkbar gewesen. Und umgekehrt hilft der Imagetransfer Rheinmetall bei der Personalsuche, denn in den kommenden Jahren dürfte es dort einen erheblichen zusätzlichen Personalbedarf geben. Wth

Scharfe Kritik für WRD-Umfrage über DFB-Mannschaft

Eine WDR-Umfrage über den Migrationshintergrund der deutschen Fußballspieler ergab, 21 Prozent der Teilnehmer einer hätten gerne mehr Fußballer mit weißer Hautfarbe in der deutschen Nationalmannschaft. 17 Prozent finden es schade, dass der Kapitän Ilkay Gründogan türkische Wurzeln hat. Der Bundetrainer reagierte scharf und nannte die Umfrage rassistisch: „Ich hoffe, nie wieder irgendetwas von so scheiß Umfragen lesen zu müssen“. Im Gegenteil könne die Elf Vorbild für Integration und dem Streben nach gemeinsamen Zielen unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe sein.

Ich finde es peinlich, dass ein Fünftel der Deutschen immer noch so denkt. Deshalb hier mal etwas mehr zu den Beweggründen des WDR: „Unser Reporter Philipp Awounou wurde in Interviews bei den Dreharbeiten zu der Dokumentation, Einigkeit und Recht und Vielfalt mit der Aussage konfrontiert, dass zu wenige ‚echte‘, hellhäutige Deutsche auf dem Fußballplatz stehen. Das wollten wir bewusst nicht anekdotisch wiedergeben, sondern auf fundierte Daten stützen. Daher haben wir mit unseren Kollegen von Infratest Dimap die Umfrage in Auftrag gegeben. Wir selber sind bestürzt, dass die Ergebnisse sind, wie sie sind, aber sie sind auch Ausdruck der gesellschaftlichen Lage im heutigen Deutschland. Der Sport spielt in unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle, die Nationalmannschaft ist ein starkes Vorbild für Integration.“

https://www.rnd.de/sport/nagelsmann
wth

Arbeit adelt – Personalmanagement, Employer Branding

Altersdiskriminierung

Mehr als jeder vierte Berufstätige über 50 wurde schon einmal aufgrund seines Alters diskriminiert – in den meisten Fällen von der Führungskraft. In der Gruppe der 50- bis 67-Jährigen hat sogar über ein Drittel (34 Prozent) der Beschäftigten schon einmal Altersdiskriminierung erfahren. In weit mehr als der Hälfte aller Fälle (57 Prozent) ging diese Diskriminierung von der Führungskraft aus.

https://www.xing.com/news/articles/u50

Kapitale Zahlen

Die Vorstandsmitglieder aller Dax-Unternehmen haben 2023 ihre Vergütung um vier Prozent auf 842 Millionen steigern können. Gleichzeitig verdienten ihre Unternehmen aber 15 Prozent weniger. Finde den Fehler.
(Quelle: Handelsblatt)

Aus unseren Projekten/ Neu auf unserem Blog

Aktuelle Studien im Mai 2024
Foto: Pixabay

Wie jeden Monat haben wir auch für den Mai aktuelle Studien und Umfragen aus dem early bird zusammengetragen, die uns interessieren, Hoffnung geben, faszinieren oder bestürzen. Es ging um Politik, um die Vorlieben der Arbeitnehmenden, um unseren Umgang mit KI, um die Herausforderungen für den Journalismus und um das Klima. Und, haben Sie noch ein Radio zuhause?

https://www.einsakommunikation.de/blog/

Sinkende Müll-Zahlen

2022 haben wir erstmals seit 2013 wieder weniger als 400 Millionen Tonnen Müll verursacht: 399,1 Millionen Tonnen. Der größte Rückgang (6,2 Prozent zu 2021) wurde dabei in Siedlungsabfällen verzeichnet, also Abfällen aus privaten Haushalten oder vergleichbaren Einrichtungen wie Arztpraxen oder Kantinen. Die Verwertungsquote blieb fast unverändert bei 81,8 Prozent.
(Quelle: Statistisches Bundesamt)

Prima Klima

Stromimporte schonen Klima und Portemonnaie
Foto: Pixabay

Der europäische Stromhandel ist gut fürs Klima und für den Geldbeutel. Deutschland ist im letzten Jahr zum Stromimporteur geworden, 12 Prozent des Verbrauchs wurden durch Stromimporte gedeckt. Das Gute: Im Ausland waren die Großhandelspreise um ein Drittel niedriger als in Deutschland. Es konnte grüner Strom importiert und Braunkohlekraftwerke heruntergefahren werden. Das geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor.

Strom erzeugen mit Drohnen

Die Nutzung spezieller Drohnen, um möglichst umweltschonend Windenergie zu gewinnen, rückt immer mehr ins Blickfeld der Wissenschaft und Praxis. Die Drohnen sind an eine Bodenstation gebunden und fliegen deutlich höher als normale Windkraftwerke. Der starke Wind dort zieht die Drohne von der Bodenstation weg und erzeugt so Strom. Dabei ist besonders das Muster entscheidend, in denen die Drohnen fliegen müssen, um möglichst viel Strom zu erzeugen und nicht abzustürzen. Dazu wurde nun ein weiteres großes Forschungsprojekt in Großbritannien bewilligt.

https://www.industr.com/de/energie

Wenn der Klimawandel die Flüsse färbt

In Alaska verfärben sich immer mehr Flüsse milchig orange. Der Grund ist der durch den Klimawandel tauende Permafrostboden, wie Forschende nun herausgefunden haben. „Auftauender Permafrost kann die chemische Verwitterung von Mineralien, die mikrobielle Reduktion von Eisen im Boden und den Grundwassertransport von Metallen in Flüsse beschleunigen“. Was so schön aussieht, ist also vor allem giftig und birgt so eine Gefahr für Tier und Mensch, vor allem, wenn das Trinkwasser betroffen wird. Bislang wurden 75 betroffene Flüsse identifiziert.

https://www.rnd.de/wissen/fluesse-in-alaska

Gossip / Klatsch

+++ Heute geht es hier mal aus gegebenem Anlass um Fußball; jedenfalls hauptsächlich. Da ist nämlich in letzter Zeit einiges passiert. +++ Bayern ist nicht mehr Meister und die Werkself aus Bayer-Land hats geschafft. +++ Dann wollte keiner neuer Bayern-Trainer werden, aber jetzt haben sie jemanden namens Kompany gefunden, hierzulande eher unbekannt, aber in Belgien eine große Nummer; er soll eine „Spielidee“ haben! Was immer das sein mag, wir sind gespannt. +++ Jetzt muss nur endlich Uli Hoeneß einsehen, dass seine Zeit zu gehen schon lange gekommen ist. +++ Heidenheim ist im Europacup, Pauli ist aufgestiegen, Bochum hat es irgendwie geschafft, um den Abstieg herumzukommen und Borussia Dortmund hat das Finale der Champions League erreicht. +++ Die Borussen haben auch einen neuen Sponsor, Rheinmetall. Dass dadurch aber automatisch ihre Verteidigung besser werden soll, ist wohl eher ein Gerücht. +++ In England wird Klopp heiliggesprochen, sie malen ihm eine Ikone auf eine Hauswand. +++ Aber jetzt kommt der Hammer: In der aktuellen Saison gibt es beim Arbeiter- und Traditionsverein Schalke vier geschlechtsneutrale Toiletten! Ein Zeit-Redakteur glaubt, dass dieser Genderwahn die Fans („Fan“ ist geschlechtsneutral) aufmischen würde und macht sich, typisch journalistisch sensationsgeil, auf den Weg nach Gelsenkirchen. Aber Fehlanzeige, die Schalker sind tolerant. +++ Wenigstens findet er aber in der Speisekarte des Vereinslokals „Bosch“ noch das Zigeunerschnitzel. +++ Achja, Thema Spielerfrauen: Julian Nagelsmanns Freundin kommt im Fan-Shirt mit JN hinten drauf und er nimmt sie abends mit ins Teamhotel. Das dürfen die Spieler doch bestimmt nicht? +++ Und last but not least will der DFB-Chef bei der EM alles Politische vom deutschen Team fernhalten; noch so einer der glaubt, dass heutzutage irgendetwas nichts mit Politik zu tun habe; wir erinnern nur an den ESC. +++

wth

Das Letzte

Luisa Neubauer brachte eine Zahnbürste mit ins Fernsehstudio, ihre Bewegung fährt gerade eine Kampagne mit dem Slogan:

Wählen ist wie Zähneputzen – machst du es nicht, wird’s braun!

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www.eins-a-kommunikation.de

Redaktion:
Svenja Stolpe (sto), Thorsten Windus-Dörr (wth)  (Ltg., V.i.S.d.P).
Redaktionsschluss ist immer mittwochs, 09:30 Uhr.


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