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Early Bird

Agenturrundbrief Eins A Kommunikation GmbH
Nr.842 /37.KW/ 9. September 2026

Editorial

Foto: Wth

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte vor Jahren erklärt, die AfD halbieren zu wollen. Auf Landesebene ist nun genau das Gegenteil eingetreten – die CDU hat ihr Wahlergebnis halbiert. Aber: Trockene Flüsse, AfD-Siege, irre Spritpreise – über so vieles könnte man gerade sehr besorgt sein. Und die Deutschen? Widmen sich Ost-West-Zankereien im Stil der Neunzigerjahre.
Wir nicht: Wir weisen ganz dringend auf EmpCo hin, die neuen Anforderungen an Umwelt- und Klimaschutzaussagen. Ab dem 27. September 2026 ist die EU-Richtlinie „Empowering Consumers for the Great Transition“ (EmpCo) EU-weit anzuwenden. Abmahnungen in großer Höhe könnten drohen, mehr dazu unter Prima Klima und auf unserem Agenturblog.

Thorsten Windus-Dörr

Neues aus der (Medien)Welt: Digital- Media- und Kommunikationsgezwitscher

Pressestimmen zu SA (Sachsen-Anhalt)

»New York Times«: »Nach ersten Prognosen vom Sonntag dürfte die Partei ›Alternative für Deutschland‹ bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im Osten Deutschlands auf den ersten Platz kommen, was die Möglichkeit eröffnet, dass die extreme Rechte zum ersten Mal seit dem Ende der Nazizeit in einem Teil des Landes die Macht übernehmen könnte. …

BBC: »Seit dem Zweiten Weltkrieg hat in Deutschland noch nie eine Rechts-außen-Partei die Kontrolle über ein Bundesland übernommen. Eine Regierungsbeteiligung auf Landesebene würde Zuständigkeiten für die Polizei sowie für das Bildungs- und Kulturwesen mit sich bringen.«

»La Stampa«: »Es handelt sich um das beste Ergebnis überhaupt für die Souveränisten in einem deutschen Bundesland, das den Weg für die erste rechtsextreme Regierung im Land seit 1945 ebnet und den Erfolg des lokalen Parteichefs Ulrich Siegmund krönt.«

Desinformation ist eine reale (Lebens)Gefahr

Ende Juli brachen Zehntausende aus Marokko in Richtung der spanischen Exklave auf. Die sogenannten Sozialen Netzwerke spielten dabei eine Schlüsselrolle. Dort verbreiteten sich Videos von Menschen, die es nach Ceuta geschafft hatten. Dazu kursierten Aussagen wie: „Sie werden euch helfen. Sie werden euch nicht zurückschicken.“ Oder die Falschmeldung, Spanien werde die Grenze öffnen.
Menschen machten sich auf den Weg, mehr als 140 Menschen verloren dabei ihr Leben, die Dunkelziffer ist hoch. Für den 15. August wurde erneut dazu ermutigt, die Grenze zu überqueren. Desinformation ist keine abstrakte Gefahr mehr. Sie bringt Menschen dazu, ihr Leben zu riskieren. (wth)

Googles KI-Antworten benachteiligen Websites

Eine aktuelle Untersuchung des Datenspezialisten Similarweb hat ergeben, dass der Anteil der AI Overviews massiv gestiegen ist. Im Juni 2025 lag der Wert bei 13,3 Prozent. Ein Jahr später liegt er bereits bei 43,1 Prozent. Das heißt: Für fast jede zweite Google-Suchanfrage liefert Google eine vorgeschaltete KI-Antwort. Dadurch ist Website-Traffic für bestimmte Websites massiv gesunken. Einfach zu beantwortende Fragen – zum Beispiel nach der Einwohnerzahl einer Stadt – können Nutzer einfach der KI-Antwort entnehmen.
Mehr:

Zur Freiheit des Westens gehört auch die Pressefreiheit

Russland fahndet nach dem Balkan-Korrespondenten Michael Martens. Dabei geht es dem Kreml nicht nur um Martens und die FAZ: In Russland sind kritische Journalisten längst mundtot gemacht worden, viele davon eingesperrt. Mit Strafverfahren, Fahndungsbeschlüssen und anderen Maßnahmen versucht Moskau, auch die ausländische Presse einzuschüchtern. Der FAZ-Herausgeber Kohler fordert den Westen auf, sich gegen diese eskalierenden Angriffe entschiedener zur Wehr setzen, zur Freiheit des Westens gehöre auch die Freiheit der Presse.

Der Mann, der Nius das Geld gibt

Er meidet die Öffentlichkeit, finanziert aber eines der lautesten Medien Deutschlands – mit rund einer Million Euro Kosten im Monat und wachsendem Verlust. Ein seltenes Zeit-Porträt zeigt, warum Frank Gotthardt trotzdem nicht loslässt. Dass Nius 2023 rund 14 Millionen Euro Verlust einfuhr, hatte kress.de bereits berichtet: Neu ist: 2024 stieg das Minus laut Zeit auf 16 Millionen Euro. Mehr:

Von wegen das Kino ist am Ende

Denn 2026 könnte sich zum stärksten Jahr seit der Pandemie entwickeln. Im ersten Halbjahr wurden rund 47,5 Millionen Tickets verkauft und rund 502,2 Millionen Euro Umsatz gemacht, wie die Filmförderungsanstalt (FFA) mitteilte. Das waren fast sieben Millionen Karten mehr als im Vorjahreszeitraum (+16,9 Prozent). Der Umsatz legte um fast 100 Millionen Euro zu (+24,5 Prozent). Das liegt besonders an Blockbustern wie "Spider-Man: Brand New Day" und "Die Odyssee". Mehr:

Vorsicht mit dem Peace-Zeichen!

Japanischen Wissenschaftlern des National Institute of Informatics (NII) ist es schon 2017 gelungen Fingerabdrücke aus Digitalbildern zu kopieren. „Fingerabdruckdaten lassen sich rekonstruieren, wenn die Fingerabdrücke auf einem Bild scharf abgebildet und stark beleuchtet sind“, so Dr. Isao Echizen.
So kann das vor allem im asiatischen Raum beliebte Peace-Zeichen, schnell zum biometrischen Datendiebstahl führen.(hg) Mehr:

Zahlen bitte! Zu Strompreisen

Deutschland hat unter den G20 Staaten die höchsten Strompreise: Im Schnitt 35,6 Cent pro Kilowattstunde. Der Durchschnitt der G20-Staaaten liegt bei 16,3 Cent. Wesentlicher Treiber sind hohe Steuern und Abgaben, Umlagen und Netzentgelte, darauf entfallen mehr als 60 Prozent des Preises. (Quelle: Verivox)

Best Practize: bei unseren Kunden abgeschaut / Neu auf unserem Blog

Neue Anforderungen an Umwelt- und Klimaschutzaussagen Stichtag 27. September 2026!

Ab dem 27. September 2026 ist die EU-Richtlinie „Empowering Consumers for the Great Transition“ (EmpCo) EU-weit anzuwenden. Die Neuregelung bedeutet, dass Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen in Zukunft klar, spezifisch und belegbar sein müssen. Ist dies nicht der Fall liegt ein Wettbewerbsverstoß vor und es ist mit Abmahnungen zu rechnen. Mit EmpCo steigen die Anforderungen an nachhaltigkeitsbezogene Werbung deutlich.
Mehr Informationen und Tipps, was Unternehmen jetzt schnell tun sollten: EmpCo kommt mit neuen Anforderungen an Umwelt- und Klimaschutzaussagen - Eins A Blog

Brauchen wir ein neues Narrativ für „Nachhaltigkeit“?

In der Zeitschrift journalist/journalistin wurde bereits das Thema „Nachhaltigkeit“ ausführlich diskutiert.
Der Begriff „Nachhaltigkeit“ hat sich in den letzten Jahren stark abgenutzt und bei vielen Menschen sogar ins Negative gekehrt, sie verbinden damit nichts Positives oder Wichtiges, sondern sind genervt, sehen nur Probleme. Mehr:

Termine… alle hin!

Kommunikationskongress 2026

Der Kommunikationskongress 2026 am 17. und 18. September in Berlin rückt auch in diesem Jahr das Thema Politik in den Mittelpunkt. Die Reformfähigkeit der Bundesregierung, die Landtagswahlen im Osten und die Frage nach der Verzahnung von Public Affairs und Kommunikation in der Lobbyarbeit stehen im Fokus.
Mehr:

Kant Museum, Lüneburg

Mit dem Kant-Museum erhält das Ostpreußische Landesmuseum in Lüneburg einen eigenen Ausstellungsbereich für einen der bedeutendsten Philosophen der Aufklärung: Immanuel Kant. Die Dauerausstellung befindet sich in einem modernen Erweiterungsbau und präsentiert einzigartige Exponate aus einer der größten Kant-Sammlungen weltweit. Mehr dazu:

NUR NOCH ZWEI WOCHEN! 75 Jahre Zentralrat der Juden in Deutschland

24. Februar bis 20. September 2026, Städtisches Museum Braunschweig, Haus am Löwenwall.
Ziel des Projekts ist es, die Verdienste des Zentralrats für die jüdische Gemeinschaft zu würdigen und zugleich seine Bedeutung für die demokratische Entwicklung der bundesrepublikanischen Gesellschaft herauszustellen.
Zur Braunschweig-Webseite:

MEIN LIEBER SCHWAN! DIE SAMMLUNG ab 17.5.26

Seit Mai 2026 zeigt das Sprengel Museum Hannover seine Sammlung in einer umfassend neu konzipierten Präsentation. Unter dem Titel „Mein lieber Schwan!“ entfalten sich auf rund 3.000 Quadratmetern und in 20 neu gestalteten Räumen überraschende Begegnungen zwischen mehr als 170 künstlerischen Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Mehr:

Prima Klima

Neue Anforderungen an Umwelt- und Klimaschutzaussagen Stichtag 27. September 2026!

Ab dem 27. September 2026 ist die EU-Richtlinie „Empowering Consumers for the Great Transition“ (EmpCo) EU-weit anzuwenden. Die Neuregelung bedeutet, dass Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen in Zukunft klar, spezifisch und belegbar sein müssen. Ist dies nicht der Fall liegt ein Wettbewerbsverstoß vor und es ist mit Abmahnungen zu rechnen. Mit EmpCo steigen die Anforderungen an nachhaltigkeitsbezogene Werbung deutlich.
Mehr Informationen und Tipps, was Unternehmen jetzt schnell tun sollten:

Gossip oder: Kaum zu glauben, aber (leider) wahr

+++ Immer wieder kokettiert der US-Präsident damit, sich andere Länder einzuverleiben. Jetzt hat Donald Trump eine Karte veröffentlicht, die Mexiko, Kanada, Grönland und Island zeigt, in die US-Flagge gehüllt darstellt. Darauf prangt nur ein einziger Ländername: Vereinigte Staaten von Amerika. +++

 

Das Letzte

„Der Wahlverlierer heißt Brandmauer.“
Harald Martenstein

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E-Mail: thorsten.windus(at)eins-a-kommunikation.de
www.eins-a-kommunikation.de

Redaktion:
Hayo Göhmann (hg), Thorsten Windus-Dörr (wth)  (Ltg., V.i.S.d.P).
Unser Agenturrundbrief early bird erscheint alle 14 Tage, Redaktionsschluss ist mittwochs, 10:30 Uhr.

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