Aktuelle Studien im Juli 2022

Jeden Monat erstellen wir eine Zusammenfassung aller interessanten Studien und Umfragen, über die wir in unserem wöchentlichen Agentur-Newsletter early bird berichten. Im Juli ging es um Mobilität, gesellschaftliches Engagement und das Interesse an öffentlichen Debatten. Zudem haben wir leider einige schlechte Nachrichten in Sachen Klimaschutz vermelden müssen.

Deutsche Bahn immer unpünktlicher

Im Juni waren laut Berechnungen des RND lediglich 59,5 Prozent der Fernzüge pünktlich, bei den ICEs waren es sogar nur 58,5 Prozent. 5 Prozent aller Fernzüge fielen ganz aus. Laut Bahnchef Richard Lutz sei auf dem Schienennetz so viel los wie nie zuvor – rund 51.000 Züge fahren täglich durch Deutschland und parallel wird viel gebaut. Auch der Nahverkehr ist so unpünktlich wie lange nicht – hier ist der Grund allerdings das 9-Euro-Ticket und überfüllte Züge. Laut Bahn gilt ein Zug als verspätet, wenn er mehr als sechs Minuten nach Fahrplanzeit eintrifft.
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Ein Comeback des Festnetztelefons?

Einer Umfrage zufolge greifen wieder mehr Menschen zum Festnetz-Hörer. Lediglich die jüngere Generation gab eher an, kein Festnetztelefon zu benutzen. Während das Telefonieren von zuhause aus während der Coronapandemie einen neuen Boom erlebt hat, steckt diesmal wohl vor allem ein anderer Grund dahinter: schwaches Mobilfunknetz in Innenräumen. Zwar wird dieses in letzter Zeit massiv ausgebaut, das Festnetz hält sich aber trotzdem wacker.
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Kein ernsthaftes gesellschaftliches Engagement?

Einer Umfrage zufolge sind mehr Deutsche (36 Prozent) der Meinung, dass wirtschaftliche Unternehmen sich primär auf ihr Kerngeschäft fokussieren sollten, als sich beispielsweise auch für die Demokratie einzusetzen (was rund 32 Prozent der Befragten meinten). 58 Prozent der Teilnehmenden stellten zudem die Motivation und Glaubwürdigkeit gesellschaftlichen Engagements der Unternehmen infrage. Falls sich Unternehmen engagieren, sollten sie sich laut der großen Mehrheit primär für demokratische Werte wie Freiheit, Wahlrecht sowie Meinungs- und Pressefreiheit einsetzen.
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Statistiken, die uns begeistern

Erneuerbare Energien haben zwischen Januar und März 2022 50 Prozent des deutschen Stromverbrauchs gedeckt, neun Prozent mehr als im Vorjahr. Es wurden 73,1 Mrd. Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren produziert.
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Wie verständlich reden CEOs?

Eine Analyse hat die Verständlichkeit der CEO-Reden der DAX-40-Unternehme analysiert: Im Vergleich zum Vorjahr hat sie leicht abgenommen. Mithilfe einer Software wurden die Reden unter anderem auf überlange Sätze, Fachbegriffe und Fremdwörter hin untersucht. Am verständlichsten konnte sich Continental-Chef Setzer ausdrücken, gefolgt von Höttges (Telekom) und Weimer von der Deutschen Börse.
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Wir blicken zu einseitig auf die Natur

Man kann aus verschiedenen Perspektiven auf die Natur und ihren Wert blicken. Laut einem Bericht des Biodiversitätsrates dominiert allerdings die einseitige Sichtweise der Industrieländer – und lässt die Natur somit verarmen. Dabei kann die Art, wie wir die Natur in politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen bewerten, auch die Chance sein, die biologische Vielfalt zu erhalten. Eine Frage der Perspektive und der Wertschätzung, also.
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Trauriger Rekord: Regenwaldabholzung auf Höchststand

Zwischen Januar und Juni 2022 wurde so viel Regenwald zerstört, wie nie zuvor – etwa 4.000 Quadratkilometer Wald. Das zeigen aktuelle Satellitenbilder, mit denen die Waldflächen seit Jahren beobachtet werden. Für den aktuellen Rekord sind zwei Hauptgründe verantwortlich: Ungewöhnlich viele Brände für diese Jahreszeit sowie eine ungewöhnliche hohe Rodung von Waldflächen. Unter Brasiliens Präsident Bolsonaro hat die Regenwaldabholzung um rund 80 Prozent zugenommen, im Oktober stellt er sich erneut zur Wahl.
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Wenig Interesse an öffentlichen Debatten bei PR-Experten

Der European Communication Monitor 2022 stellte fest, dass sich Kommunikationsverantwortliche aus 43 europäischen Ländern nur wenig für öffentliche Debatten rund um Diversität, Gleichstellung und Inklusion interessieren. Ähnliches Desinteresse zeigt sich beim Thema Digitalisierung: Nur etwa 35 Prozent der Befragten verfolgen die Diskussionen über Technologien und Softwarenutzung in der Branche. Gleichzeitig steige der Bedarf nach externer Beratung.
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Work-Life-Balance: Deutschland auf Platz 4

Das Unternehmen Remote hat anhand verschiedener Faktoren bewertet, wie gut Berufs- und Privatleben in Europa vereinbar sind. Unter anderem spielten folgende Faktoren eine Rolle: Gesetzlicher Jahresurlaub, Mindestkrankengeld, Bezahlter Mutterschaftsurlaub, Mindestlohn, Gesundheitssystem,Glücksindex. Volle Punktzahl (100) gab es, wenn Bestleistungen in der bestimmten Kategorie erreicht wurden. Auf dem ersten Platz mit einem Index von 83,47 ist Luxemburg gelandet. Deutschland ist mit 73,69 auf dem vierten Platz.
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Nicht so prima: Katastrophale Verluste durch Klimawandel in Australien

Zwei Jahre lang sammelten Forschende Daten zur Auswirkung des Klimawandels in Australien, nun legten sie den Bericht vor: Die Natur sei in einem „armseligen und sich verschlechternden Zustand“. 19 Ökosysteme auf dem Kontinent zeigen bereits Anzeichen eines Kollapses oder stehen kurz davor, etliche Arten sind akut vom Aussterben bedroht – mehr als anderswo auf der Welt. Der Bericht nannte die Umweltzerstörung eine „Bedrohung für die Menschheit“. Und auch in Europa bekommen wir in den letzten Wochen die Auswirkungen des Klimawandels mit voller Wucht (bzw. Hitze) zu spüren.
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Weniger Stau durch das 9-Euro-Ticket

Das errechnete der Navi-Anbieter TomTom aus anonymisierten Daten. Auch Corona hat das Stau-Aufkommen deutlich verringert. „Die Zeit“ hat ein paar Zahlen und Fakten rund um den ständigen Reisebegleiter gesammelt. Soviel nehmen wir vorweg: Jährlich verbringen alle Deutsche zusammen rund 4,85 Mrd. Stunden im Stau – das sind umgerechnet 555.000 Jahre. In der Bahn kann man die Zeit immerhin etwas besser nutzen…
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Nachrichten über Tiktok

In Großbritannien nutzen immer mehr Menschen soziale Medien, um sich über die aktuellen Nachrichten zu informieren. Dabei hat besonders Tiktok einen starken Zuwachs, vor allem junge Briten greifen für Nachrichten eher auf die Plattform zurück, als in einer Zeitung zu blättern oder etwa Fernsehnachrichten einzuschalten. Facebook hingegen wird immer weniger genutzt. Immerhin: 12- bis 15-jährige sind mehrheitlich an Nachrichten interessiert.
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