Aktuelle Nachrichten zu Covid-19 (Stand: 17. Juni 2022)

Bis zur Immunisierung der Bevölkerung durch Impfungen wird die Karte zur Ausbreitung des Coronavirus weiterhin viele rote Stellen aufweisen.

Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert. Wir fassen für Sie die wichtigsten Ereignisse rund um Covid-19 zusammen und bieten Ihnen kuratierte Links zur tieferen Information.

Aktuelle Entwicklungen

17. Juni 2022 | +++ Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 28.118 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 49.760 weniger als am Freitag vor einer Woche, als 77.878 Fälle gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 427,8 von 480,0 am Vortag. 19 weitere Personen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 140.118. +++ Allgemein sollten Menschen in Deutschland laut RKI wieder verstärkt die Empfehlungen zum Vermeiden von Ansteckungen einhalten. So steht es im Covid-19-Wochenbericht des RKI von Donnerstagabend. Darin werden auch veränderte Entwicklungen in Krankenhäusern genannt. +++

Die aktuelle Ampelkarte für Europa: Die Grafik wird jeden Donnerstag aktualisiert. Je nach Infektionslage sind Gebiete grün, orange oder rot markiert.

Covid-19-Virus-Karte: Die aktuellen Infektionszahlen zeigt die Karte des Center for Systems Science and Engineering von der John Hopkins Universität.

FAQ, Fragen und Antworten

Wird Corona eigentlich irgendwann vorbei sein?

Darauf gibt es noch keine wissenschaftlich fundierte Antwort. Corona könnte sich so entwickeln wie die Grippe. Das heißt, dass wir in den Wintermonaten mit einer hohen Viruslast rechnen müssen. Oder Corona schlägt den Weg der Infektionskrankheit Masern ein, die in Deutschland nahezu ausgerottet gilt. Bis heute allerdings gilt für Masern eine Impfpflicht in Schulen und Kindergärten, sowie für Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen oder medizinischen Einrichtungen tätig sind.

Warum stecken sich denn jetzt so viele Geimpfte trotzdem an?

Die Impfungen schützen mit der Zeit nicht mehr so gut wie vor einer Infektion. Eine amerikanische Studie zeigt, dass Biontech nach fünf Monaten nur noch eine Effektivität von 50 Prozent hat. Die Impfungen schützen aber dennoch vor einem schweren Verlauf der Krankheit, so dass man nicht auf einer Intensivstation behandelt werden muss. Durch die dritte Impfung, die sogenannte Boosterimpfung, kann der Impfschutz allerdings erneuert werden.

Durch die Omikron-Variante kommt es zur Zeit häufiger zu Impfdurchbrüchen von ein- oder zweifach Geimpften, da diese Variante deutlich ansteckender ist. Eine vollständige Impfung mit zwei Dosen bietet keinen sicheren Schutz vor einer Ansteckung mit Omikron. Hier hilft laut Experten besonders die dritte Impfung. Allerdings sind auch zweifach-Geimpfte vor schweren Krankheitsverläufen geschützt.

Was bedeutet der R-Wert?

Am 27. Oktober lag der Inzidenzwert bei 118, der R-Wert bei 1,1. Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Durchschnitt 1,1 Personen ansteckt. So lange dieser Wert über 1 liegt, steigen die Infektionszahlen. Am 20. Januar 2022 lag der R-Wert bei 1,09.

Corona: Wir erinnern uns, wie alles begann

Teil 1

20. Januar 2020: Der chinesische Präsident Xi spricht zum ersten Mal öffentlich über die Existenz des Coronavirus. Danach beginnt in China ein superharter Lockdown.
21. Januar 2020: Das RKI meldet, dass die Wahrscheinlichkeit eines Imports von Corona-Fällen nach Deutschland gering sei.
22. Januar 2020: Im iranischen Hamadan stirbt ein Mensch an Covid 19.
24. Januar 2020: Der damalige amerikanische Präsident sagt:”China arbeitet hart, um das Coronavirus einzugrenzen. Es wird alles sehr gut ausgehen.”

Die Zeit hat übrigens ein Dossier verfasst, wie die Pandemie in China, Deutschland, Iran und den USA begann (Lesezeit 30 Minuten)

Teil 2

Bis Ende Januar 2020: Versucht das iranische Regime alles, um den Ausbruch der Epidemie zu verheimlichen. Anfang Februar soll nämlich eine Wahl stattfinden; und die ist wichtig für das Regime.
29. Januar 2020: Erster Corona-Fall in Deutschland. Das RKI teilt mit, dass sich die Infektionskette nach Wuhan verfolgen lasse. Die Gefahr für die deutsche Bevölkerung sei aber weiterhin gering.
Am 29. Januar 2020 sagt der damalige amerikanische Präsident: “Wir haben die besten Experten der Welt, die haben es rund um die Uhr im Griff.“

Teil 3

Am 11. Februar 2020 wird ein iranischer Grundschullehrer in der heiligen Stadt Ghom in ein überfülltes Krankenhaus gebracht. Ein paar Tage später stirbt er, sein Name Hussein Molaji. Die Ärzte stehen den Symptomen hilflos gegenüber. In diesen Tagen hebt man in Ghom Massengräber aus. Um den 20. Februar, gibt das Gesundheitsministerium zu, dass das Land die ersten beiden Coronatoten habe. Am 21. Februar findet die Parlamentswahl statt, mit historisch tiefer Wahlbeteiligung von 43 Prozent, die Reformer erleiden eine Niederlage.

Am 18. Februar meldet der Wochenbericht des RKI, es gebe noch keine Anhaltspunkte für eine „anhaltende Viruszirkulation in Deutschland“. Drei Tage vorher haben in Heinsberg 300 Menschen kräftig Karneval gefeiert. Es wird der erste Corona-Hotspot Deutschlands. Am 26. Februar wendet sich Gesundheitsminister Spahn an die Deutschen: „Natürlich haben wir eine Pandemie.“ Am gleichen Tag sendet der NDR eine 30-minütige Corona-Informationssendung mit einem gewissen Christian Drosten, Charité-Virologe; diese Sendung erfolgt ab jetzt täglich.

Am 24. Februar meldet der damalige US-Präsident Trump: “Das Corona-Virus ist unter Kontrolle. Die Börse sieht gut aus.“

Trump am 27. Februar: “Eines Tages, es ist wie ein Wunder, wird es verschwinden.“

Weiterführende Informationen

Exponential Simulation: Die Simulationen auf der Seite der Washington Post haben uns beeindruckt und gezeigt, was die exponentiale Ausbreitung eines Virus bedeutet.

Tagesaktuelle Informationen des Bundesgesundheitsministeriums: Die Seiten des Bundesgesundheitsministeriums zum Coronavirus werden permanent aktualisiert.

Was tun, wenn ich den Verdacht habe, infiziert zu sein?

Wichtig: Beim Verdacht einer Infektion sollten sich die Betroffenen nicht ins Wartezimmer eines Arztes setzen! Denn dort ist die Gefahr groß, andere Menschen anzustecken.

Nehmen Sie telefonisch Kontakt zum Hausarzt auf (oder zur bundesweiten Hotline 116 117), wenn Sie Fieber, Husten oder Atemnot haben.

Eine zentrale Notrufnummer gibt es nicht, zuständig sind die örtlichen Gesundheitsämter. Bei Verdacht auf Sars-CoV-2 kann der Hausarzt eine Laboruntersuchung veranlassen.

Wer Kontakt zu Infizierten hatte, sollte sich unabhängig vom Auftreten von Symptomen bei seinem Gesundheitsamt melden.

Schlagwörter: , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.