13 Jahre Eins A Kommunikation: Wir „feiern“ Geburtstag

Am Donnerstag “feiern” wir Geburtstag – aus dem Homeoffice versteht sich

Am 1. April wird unsere Agentur 13 Jahre alt. Das 13. Jahr hat einiges an Veränderungen gebracht. Corona hat unser Leben und unser Arbeiten verändert, wir haben unseren angestammten Agenturplatz in der Kramerstraße 13 (!) verlassen und sind in die Prinzenstraße 1 gezogen. Hier haben wir uns verkleinert, denn eines ist klar: Auch nach Corona wird ein Großteil unserer Mitarbeiter aus dem Homeoffice arbeiten, einfach weil es sich bewährt hat. Unser Headquarter dient nur noch regelmäßigen Treffen und Besprechungen, jedenfalls wenn dies wieder möglich sein wird. Feiern werden wir natürlich nur online: Am Gründonnerstag nachmittags ist unser wöchentlicher Jour fixe, wir werden uns mit einem Getränk unserer Wahl zuprosten.

Mehr an Rückblick soll nicht sein. Wir sind nicht abergläubisch, aber die Zahl 13 finden wir spannend, denn selten ist eine Zahl so sehr von Geschichten und Bedeutungen besetzt, wie die Dreizehn. Hier ein kleiner Einblick in die Bedeutung dieser Zahl.

Dreizehn als Unglückszahl

In vielen Kulturen bringt die Dreizehn Unheil. Diese Furcht vor der Zahl hat sogar einen eigenen Begriff: Triskaidekaphobie. Wer darunter leidet, meidet jeglichen Kontakt zur 13 – Räume, Stockwerke, Sitzplätze oder sonstiges. Das führt sogar soweit, dass manch ein Gebäude kein 13. Stockwerk hat, oder in Flugzeugen keine Reihe 13 existiert. Ebenso haben Krankenhäuser kein Zimmer Nr. 13 und auch im Motorsport wird diese Startnummer oft nicht vergeben. Auch die Deutsche Bahn zeigte sich abergläubisch: In den ersten Modellen des ICEs fehlte der Wagen 13 komplett. Im Märchen Dornröschen kommt der Fluch über die Prinzessin übrigens von der 13. weisen Frau des Landes und im Tarot symbolisiert die 13. Karte den Tod.

Freitag, der 13.

Ganz besonders schlimm wird es, wenn der 13. Tag des Monats auf einen Freitag fällt, denn es heißt, dass an diesem Tag besonders viele Unglücke passieren. Die Angst vor Freitag, dem 13. hat – wer hätte es gedacht – ebenfalls einen eigenen Fachausdruck: Paraskavedekatriaphobie. Und tatsächlich: Im Durchschnitt melden sich an einem Freitag, dem 13. etwa drei- bis fünfmal so viele Arbeitnehmer krank als an anderen Tagen. Filmemacher freuen sich: 1980 erschien der Horrorfilm „Freitag, der 13.“, auf den eine ganze Horrorfilm-Reihe unter dem Namen folgte. Aber woher kommt diese Angst vor einem Tag wie jedem anderen? Möglicherweise aus dem Christentum, denn beim letzten Abendmahl war Judas, der Jesus später verraten sollte, der dreizehnte Anwesende und der Tod Christi war ein Freitag (weswegen wir heute den Karfreitag begehen). „Der Dreizehnte“ wird ebenso als Synonym für den Teufel verwendet. Im spanischsprachigen Raum und in Griechenland ist es, nebenbei bemerkt, Dienstag, der 13., der den Menschen Angst bereitet.

Übrigens: 2021 und 2020 können wir etwas aufatmen, denn Freitag, den 13. wird es in beiden Jahren nur ein einziges Mal geben. 2020 gab es den Tag zweimal, 2015 sogar dreimal. Die Angst vor Unglücken an einem Freitag den 13. hat auch ihre Vorteile – die Zahl der tatsächlichen Unfälle im Straßenverkehr ist an Freitagen die auf den 13. eines Monats fallen, sogar geringer als an anderen Freitagen. Vermutlich fahren die Menschen an diesem Freitag besonders vorsichtig.

Dreizehn als Glückszahl

Nicht überall bereitet diese Zahl den Menschen Sorgen und Angst. In Italien beispielsweise gilt sie als Glückszahl, ebenso in Teilen Frankreichs. Auch früher schon betrachteten die Leute die Zahl als etwas Gutes: im Römischen Reich, im alten China und in Babylon. In Mexiko gilt sie sogar als heilig. Für manche kann die Dreizehn auch zum positiven Markenzeichen werden: Fußballfans wissen, dass Michael Ballack und Gerd Müller stets die 13 auf dem Rücken trugen.

Und was verbindet man sonst noch so mit der 13?

Neben genügend Liedern, Filmen oder Romanen, in denen die Dreizehn eine Rolle spielt, gibt es auch Redewendungen: So kann man seine Empörung auch mit „Jetzt schlägt’s aber dreizehn!“ ausdrücken. Die Ökonomen unter uns kennen bei der Lohnabrechnung das dreizehnte Monatsgehalt und die Chemiker werden direkt das Element Aluminium vor Augen haben, das die Ordnungszahl 13 im Periodensystem trägt. Kindern im Matheunterricht wird (vielleicht) auch einfallen, dass die 13 eine Primzahl ist.

Wir haben jedenfalls keine Angst vor unserem 13. Agentur-Geburtstag (vielleicht auch ein bisschen, weil er nicht auf einen Freitag fällt, wer weiß), auch wenn wir leider coronabedingt keine große Party veranstalten können. Bis das wieder soweit ist, werden wir vermutlich schon unseren 14. Geburtstag feiern.

Svenja Stolpe

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