Das Internet wird zur Event-Plattform: Veranstaltungen in Zeiten von Corona

Jeden Abend um 19 Uhr auf Twitter: Corona-Wohnzimmerkonzerte mit Igor Levit

Wer heute in seinen E-Mail-Briefkasten schaut, der findet vor allem eines: Absagen. Konzerte werden abgesagt, Theatervorstellungen verschoben und Ausstellungen geschlossen. Der Presseclub sagt die Geburtstagsfeier für den Ehrenpräsidenten ab, der Marketing-Club verschiebt den Workshop auf den Herbst und die Präsentation der neuen CNG-Automodelle findet nicht statt. Doch ist eine Absage wirklich die einzige Möglichkeit? Wie wäre es denn mit einem Wechsel des Mediums? Wir beraten in diese Richtung: Beispiele dafür gibt es schon genug.

Eines der Ergebnisse der Pandemie-Übung unserer Agentur war die Erkenntnis, dass wir mit unseren Kunden einen Think Tank aufmachen müssen, wie man möglichst schnell Online-Projekte auf die Beine bekommt, um ausgefallene Live-Veranstaltungen zu ersetzen. In unserem Fall sind das eine Reihe von wissenschaftlichen Talkshows, ein „Runder Tisch“ als Bürgerbeteiligung für ein Infrastrukturprojekt und die jährliche Bilanz-Pressekonferenz eines Finanzhauses, die diesmal nicht im schicken Börsenclub stattfinden kann. In Zeiten von Corona würde nämlich keiner kommen. Technisch ist das alles möglich, das zeigen einige aktuelle Beispiele.

Porsche beispielsweise hat seine WeChat-Fans jüngst auf seine professionelle digitale Verkaufsberatung mitsamt Online-Konfigurator aufmerksam gemacht. In der Unterhaltungsindustrie feierten Filme aufgrund geschlossener Kinosäle erfolgreiche Onlinepremieren. Und die abgesagte Internationale Tourismusbörse wurde durch eine virtuelle ITB ersetzt.

Webseite der virtuellen ITB

Aktueller Vorreiter ist gerade die Musikindustrie. Die Übertragung von „Carmen“ aus der Staatsoper Berlin hat im Internet mehr als 160.000 Menschen weltweit erreicht. Die Bayrische Staatsoper hat gerade einen Alternativen Online-Spielplan bis zum 19. April herausgebracht. Nach der Absage aller Vorstellungen vom 11. März bis 19. April werden einzelne Vorstellungen als Live-Stream oder als Video-on-Demand zur Verfügung gestellt. Am Montag, 17. März 2020 beispielsweise wurde ein Akademie-Konzert ohne Publikum mit dem Solisten Igor Levit übertragen.

Eben dieser Igor Levit zeigt auch, dass die Social Media-Kanäle als Austragungsorte geeignet sind. Der Pianist und Professor an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover sendet täglich auf Twitter um 19 Uhr aus seinem hannoverschen Wohnzimmer eine spezielle Corona-Konzertreihe. Levit setzt sich an seinen historischen Steinway-Flügel und legt los. Über 200.000 Menschen haben bereits seine Wohnzimmerkonzerte gesehen. Kein Konzertsaal der Welt ist so groß.

Auch die populäre Musik nutzt diese Möglichkeiten. Die italienische Rocksängerin Gianna Nannini, die in ihrer Mailänder Wohnung in Quarantäne sitzt, publizierte am Donnerstag, 12. März ein „virtuelles Konzert gegen Corona-Einsamkeit“, das sie live über ihren Instagram-Account übertragen ließ.

Gianna Nannini sendete am 12. März via Instagram aus ihrem Wohnzimmer.

Und auch in der Theaterwelt kommt in der Not die neue Technik zum Zuge. Der hannoversche Pavillon ist geschlossen, das Programm überträgt er aber seit heute auf seiner Facebook-Seite.

Die Beispiele zeigen: Es muss ja nicht gleich die Übertragung einer Oper sein. Egal ob Pressekonferenz, Kundenpräsentation, interner Workshop… Egal ob auf Youtube, Twitter, Facebook… Wir unterstützen Sie gern dabei, ihre Veranstaltungen online zu präsentieren. Durch Beratung und Umsetzung, und wir helfen Ihnen, Ihr Online Event optimal in ihre interne und externe Kommunikation einzubinden

Unser Team ist unter +49 511 35 73 00-30 und kontakt@eins-a-kommunikation.de für Sie da.

Thorsten Windus-Dörr