IAA-Nfz: Hersteller geben verhalten Gas

“Eco”, “Fuel Save” oder “Efficiency” prangt über den Messeständen der großen Hersteller. Statt großer Innovationen feilen die Anbieter an der bestehenden Technik. Da ist das neue Thema LNG schon eine Ausnahme im diesjährigen Messegeschäft.

Energieeffizienz ist das Schlagwort auf der IAA Nutzfahrzeuge 2012 in Hannover
MAN hängt Energieeffizienz der Lkw ganz hoch

Während bei der letzten IAA-Nutzfahrzeuge 2010 Erdgas bei allen großen Nutzfahrzeug-Herstellern im Rampenlicht stand, treten dieses Jahr die alternativen Antriebe allerdings ins Glied zurück. Erdgas, Hybrid und Elektro werden zwar als Serienmodelle und Technologieträger gezeigt, der klassische Dieselmotor nach Euro-6-Schadstoffnorm steht jedoch im Fokus.

Aufs Abstellgleis schieben die Lkw-Entwickler Erdgasfahrzeuge jedoch auf keinen Fall. Es zeigt sich allerdings, dass bei den schweren Nutzfahrzeugen der Zug Richtung LNG fährt – verflüssigtes Erdgas bietet weitaus höhere Reichweiten als CNG. Bei Transportern haben die Anbieter weiterhin für jede Aufgabe auch Erdgasmotoren im Angebot – hier bleibt CNG wie im Pkw-Segment der wirtschaftliche Antrieb.

Und alle interviewten Entwickler setzen auf Erdgas als Kraftstoff – er sei in der Zukunft notwendig.

>> Hier geht’s zum ausführlichen Messebericht.

Praxis-Tipp aus der konventionellen Welt

Bevor Sie ihre Monteure vom VW Caddy auf den neuen Mercedes Citan – einen Clon vom Renault Kangoo – umsatteln lassen, sollten Sie sich das Fahrzeug genau ansehen. Mangels Ablageflächen für den tägliche Kleinkram vom Kugelschreiber bis zum Auftragsblock wird die Freude über den neuen Kleintransporter bei den Fahrern sicherlich begrenzt sein.

(vo)

Links:

IAA Nutzfahrzeuge

Erdgas mobil

Zukunft LNG: erdgas mobil präsentiert flüssiges Erdgas als Deutschlandpremiere auf der IAA 2012

 

  1. Schöner Artikel.
    Alternative und innovative Antriebe sind zwar gut um Kraftstoffkosten einzusparen, aber was ist mit der Aerodynamik? Ein Ziegelstein ist die Form mit der geringsten Aerodynamik, die man sich vorstellen kann. Bisher halte die gültige EU-Gesetzgebung die Unternehmen davon ab, LKW mit aerodynamischen Design zu bauen, da sie durch die geltenden Längenvorgaben sonst Ladevolumen einbüßen. Doch die EU will die Richtlinie für Länge und Gewicht von LKW überarbeiten. Dadurch sollen die Nutzfahrzeuge aerodynamischer werden. Lang-LKW sollen in Zukunft auch Ländergrenzen passieren dürfen. (Quelle: http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/produktion-technologie/lkw-sollen-laenger-werden/ )
    Mit der neuen Bauweise könnten die Nutzfahrzeuge 7 bis 10 Prozent Treibstoff einsparen und somit auch weniger Kohlendioxid ausstoßen. Ich frag mich, warum die Richtlinien nicht schon früher geändert wurden.
    Gruß,
    W.

    1. Hallo Wassili,
      danke fürs Lob zu dem kleinen Messebericht. Gerade bei der letzten IAA-Nutzfahrzeuge konnte man sehen, dass auch in Sachen Aerodynamik viel im Fluss ist. Sowohl am langen Ende – es gab ja einige sehr futuristische Messe-Modelle zu sehen – als auch direkt vor unseren Füßen in Form von Detailverbesserung an den Fahrzeugen, die bereits heute verkauft werden. Die Lkw-Hersteller und die Spediteure bewegen sich – in manchen Bereichen sogar schneller als die Politik in Brüssel (oder Berlin).

      Eine Anmerkung jedoch: Bei den alternativen Antrieben geht es nicht nur um Kraftstoffkosten. Gerade am Beispiel Erdgas sieht man, dass die Hersteller auf diesen Kraftstoff setzen, um aktuelle oder kommende Lärm- und Schadstoffgrenzwerte unterschreiten zu können. Und auch in Sachen Energieeffizienz kann Erdgas als Kraftstoff Vorteile bringen. Hier nur(!) die Kosten zu nennen, wäre daher zu wenig.
      Jens Voshage

  2. Gerne geschehen. Wir gehen bei Eins A Kommunikation halt gerne selbst den Fakten auf den Grund. Nur so können wir unsere Kunden wirklich auf Augenhöhe beraten. Und ich denke, den Erfolg kann man an unseren Kommunikationslösungen ablesen.
    (vo)

    1. Danke. Wir haben auf unserem neuen Blog erstmals ein Foto eingestellt und das gab Probleme. Wir suchen gerade nach der Ursache um sie zu beheben.
      Thorsten Windus-Dörr

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